Priscillian und sein Vermächtnis auf dem Sternenweg (Buchvorstellung)

Priscillian - Vermächtnis auf dem Sternenweg Priscillian und der Monte Sueve: Wegweiser am Monte Sueve

"Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg" ist die Geschichte einer Spurensuche auf dem Jakobsweg. Ausgehend von der Frage nach der Namensherkunft des Monte Sueve in Asturien nimmt die Suche eine abenteuerliche Wendung in ein Grenzland, in dem Erinnerungen erwachen, die heute auf eine neue Weise bedeutsam und für Ereignisse unserer Zeit höchst relevant sein könnten.
Der Autor folgt dem „Ruf des Monte Sueve“.

 

Die Reise führt zunächst zu den Ursprüngen des Sternenweges und zur Entstehung des Jakobusweges, zurück zur Megalithkultur entlang des Sternenweges, zu vorrömischen Sonnenkulten, zum Gott Mithras und zu einer christlichen Gemeinde in Asturien, um dann einzutauchen in die Zeit der Völkerwanderung und die danach entstandenen Königreiche.

 

Nach einer Anrufung am Monte Sueve kommt der Autor in Berührung mit dem Vermächtnis eines christlichen Bischofs: Priscillian. Aus der Spurensuche wird eine "Reise zum Licht"

Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg - Der Ruf des Sueve

478 Seiten, mit vielen Zeichnungen und Fotos (s/w), 2. erweiterte Auflage 2018
CreateSpace Independent Publishing. Erhältlich bei Amazon. 

Inhalt

Der Sternenweg (Leseprobe)

 

Der Ruf des Sueve

 

Der Monte Sueve und die Sueven

Die Begegnung mit Pintaius aus Asturien

Die Sueven in Gallaecia
Der Landschaftstempel Monte Sueve

Die sakralen Orte und Wege der Steinzeit (Leseprobe)

Die Lichtgötter des Monte Sueve (Leseprobe)

Die Ethiklehre und heidnische Traditionen

Das Grenzland Sierra del Sueve

Die Vermählungspolitik der Sueven

Die Suevin Ermengon

Die Keimzelle des Königreichs von Asturien

Die Sueven und der asturische König Pelayo

Die Kirche Santa Cruz und Robert Frassinelli

Die Weihinschrift der Kirche Santa Cruz

Das Jahr 437 in Cangas de Onís

Die Neubewertung archäologischer Funde

Der Monte Sueve im Liber Testamentorum

Das Königreich der Sueven in neuem Licht

 

Priscillians Vermächtnis

Flug zwischen den Zeiten (Leseprobe)

Die Anrufung

Priscillians Botschaft

יהוה – YOSOY – ICH BIN

Der Priscillian-Kodex aus Gallaecia

Die Reise zum Licht

Die Intuition des Himmels (Leseprobe)

Vom EINSSEIN in Liebe

Priscillians Wirken und Martin von Tours (Leseprobe)

Priscillian in Trier

Priscillian in Astúrica

MACINA SACRA

ABRAXAS

Ein Weg zum SELBST (Leseprobe)

Priscillian und der Monte do Facho (Leseprobe)

 

Der Ruf der Erde

 

Literatur (Leseprobe)

 

Anmerkungen und Quellenangaben

 

Priscillian und SELBSTerkenntnis auf dem Sternenweg

Priscillian - Vermächtnis auf dem Sternenweg Priscillian und der Monte Sueve: Uralte Eibe im Eibenwald des Sueve

Priscillian (span. Prisciliano) schloss sich im 4. Jahrhundert einer christlichen Bewegung an, die der persönlichen Erfahrung des Heiligen Geistes Vorrang vor kirchlichen und weltlichen Hierarchien einräumte. 

 

Gebote für die persönliche Lebensführung prägten seine Lehre ebenso wie die Forderung nach Abschaffung der Sklaverei und die Gleichstellung von Männern und Frauen. Im Jahre 381 wurde Priscillian zum Bischof von Avila ernannt.

 

Das Studium der Schriften des Neuen Testaments und frühchristlich-gnostischer Schriften war für Priscillian wesentlich auf dem Einweihungsweg zur SELBST- und Gotteserkenntnis. Für Priscillian waren die Elemente der Natur, Bäume, Steine, Felsen und die Sterne des Himmelszelts kraftvolle Symbole, die auf dem Einweihungsweg zur SELBSTerkenntnis eine wichtige Bedeutung hatten. 

 

Der Weg zur SELBST- und Gotteserkenntnis steht allen offen in allem, ruft Priscillian immer wieder aus und singt es der Sonne, dem Mond und den Sternen, den Bergen, Flüssen, Wäldern und Bäumen. Für Priscillian ist die lebendige Erde erfüllt mit der Essenz des Lebens: tierra, ánima viviente. Wir sind nicht getrennt von der Erde, wir und die Erde sind EINS.

 

Priscillian setzte sich in der offiziellen Glaubenslehre der Katholischen Kirche nicht durch. Er wurde gemeinsam mit einigen AnhängerInnen im Jahre 385 in Trier hingerichtet. Viele Aspekte Priscillians und einige der Glaubensvorstellungen in priscillianischen Kreisen waren ihrer Zeit weit voraus. Heute, mehr als 1.600 Jahre nach Priscillian, erscheint einiges davon aktuell und zeitlos zugleich.

 

Priscillian und der Sternenweg

Priscillian - Vermächtnis auf dem Sternenweg Priscillian und El Camino: Brücke am Jakobsweg in Ribadesella

Der Leichnam von Priscillian und einiger seiner Anhänger wurde von Trier nach Gallaecia (im Nordwesten der Iberischen Halbinsel) gebracht, auf dem Sternenweg, dem späteren Jakobsweg.

 

Nach der Beisetzung in Gallaecia wurde die Provinz zu einer Hochburg des Priscillianismus. Große Teile des Klerus hatten eine enge Identifikation mit den Lehren des Priscillian und seiner Nachfolger. Der Priscillianismus in Gallaecia hatte bereits im 4. Jahrhundert eine geradezu revolutionäre kulturell-religiöse Kraft entfaltet.

 

 

Priscillian: "ITER TENDENS AD DEUM LIBERA SIT" – Der Weg zu Gott ist frei und steht allen offen. Das Symbol des Weges (El Camino) ist ein zentrales Thema in priscillianischen Schriften. Der irdische Weg als Pilgerschaft ist Symbol des Weges der Seele zum himmlischen Licht. Es ist der Weg der Erkenntnis des SELBST, der Weg durch die NATUR im Außen und der Weg der Inspiration mittels der kanonisierten und apokryphen Schriften.

 

Priscillian und der Bannfluch gegen Vegetarier

Priscillian - Vermächtnis auf dem Sternenweg Priscillian und der Bannfluch gegen Vegetarier: Suevenkönig Ariamir und Bischöfe während der Synode in Braga im Jahre 561, Códice Vigiliano de El Escorial

Priscillian war überzeugter Vegetarier. Dies stand in der Tradition vieler urchristlicher Glaubensgemeinschaften. Noch im Jahre 561 kam es auf einer Synode in Braga zum Bannfluch gegen Vegetarier. Wer auf den Verzehr von Fleisch verzichtete, konnte aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Wer kein Gemüse aß, weil es zusammen mit Fleisch gekocht wurde, erlitt das gleiche Schicksal.

 

Auch auf der Synode im suevischen Braga im Jahre 572 war der Priscillianismus weiterhin ein wichtiges Thema. Erneut wurde die Lehre zur Häresie erklärt. 

 

Viele Kleriker im Suevenreich bevorzugten jedoch, statt der katholischen Doktrin zu folgen, weiterhin die eigenen religiösen Praktiken. Sie ließen sich auch nicht von der eigenständigen Auswahl religiöser Schriften abbringen. So waren apokryphe Schriften weiterhin verbreitet, zum Beispiel das Philippus-Evangelium, das Thomas-Evangelium, die Apostelakten des Andreas und Johannes, die „Memoria Apostolorum“ und weitere frühchristliche Schriften, die dem Gnostizismus zugerechnet werden.

 

Priscillian und der Monte Sueve

Priscillian und sein Vermächtnis auf dem Sternenweg Priscillian und der Gedenkstein des Norenus aus Cangas de Onís

EUCROCIA (Euchrotia), PROCULA, ÚRBICA, EGERIA, AMANTIA, SEVERA, DOVIDENA und MAGNENTIA – das sind einige der vergessenen Namen von Frauen aus priscillianischen Gemeinden. Auch die Mutter des Norenus gehörte einer priscillianischen Gemeinde an, in Cangas de Onís, in der Region des Monte Sueve im östlichen Asturien. Als ihr Sohn im Alter von nur 7 Jahren starb, ließ sie einen Gedenkstein mit einer geheimnisvollen Symbolkomposition anfertigen, deren Botschaft heute entschlüsselt werden kann. ...

 

Der Monte Sueve ist eng mit Priscillian und seiner Nachfolge auf dem Sternenweg verbunden. Der Monte Sueve war über viele Jahre die nordöstliche Grenzregion des Königreichs der Sueven. Später wurde die Region zur Keimzelle der Entstehung des Königreichs von Asturien. Der Monte Sueve war die Heimat des asturischen Helden Pelayo und Cangas de Onís wurde zur ersten Hauptstadt. Am asturischen Königshof wurde die Nachricht von der vermeintlichen Entdeckung des Apostelgrabes in Santiago de Compostela verbreitet. Das Vermächtnis Priscillians geriet in Vergessenheit.

 

In der traditionellen Überlieferung zur Entdeckung des Apostelgrabes in Santiago de Compostela heißt es, dass ein Eremit mit dem Namen Pelayo um das Jahr 818 mehrere Nächte lang ein wundersames Strahlen über einem Hügel beobachtete, einen Glanz, der von zur Erde schweifenden Sternen ausging. Diese Erscheinung hatte Pelayo im Wald mit dem Namen Libredón. Der Legende nach wurde dort das Grab des Apostels Jakobus entdeckt. Doch bereits einhundert Jahre zuvor ritt der gleichnamige asturische Held Pelayo durch die Wälder bei Liberdón am Monte Sueve. … 

 

Leseproben aus: Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg - Der Ruf des Sueve

Priscillians Botschaft handelt von der SELBSTerkenntnis, vom EINSSEIN allen Lebens:

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