Anreise nach Asturien

Wer Asturien besuchen möchte, dem bieten sich dafür verschiedene Möglichkeiten der Anreise.

 

Zu Fuß vom jeweiligen Wohnort aus auf dem Jakobsweg zu pilgern und den Sternenweg in Asturien zu erleben, ist sicherlich die intensivste Weise unterwegs zu sein.

 

Seit Jahrhunderten pilgern Menschen auf einem weit verzweigten europäischen Wegenetz nach Santiago de Compostela und Finisterre. Wegweiser auf allen Jakobuswegen ist die Jakobsmuschel.

 

Ob Fahrrad, E-Bike, Pedelec, S-Pedelec, Scooter, Roller oder Elektro-Kleinfahrzeug, die Fortbewegung auf den Jakobswegen wird immer vielfältiger.

 

Das Busunternehmen ALSA verbindet Nordspanien regelmäßig mit vielen europäischen Städten. Die europäischen Buslinien bieten Fahrten nach Asturien meist mit Umstieg an. FlixBus baut das Angebot internationaler Busreisen nach Asturien stetig aus. Zum Beispiel besteht eine tägliche Verbindung Oviedo - Paris mit Anschluss an viele Städte.

 

Die Anreise mit der Bahn ist auch möglich. Bis und ab Paris in Richtung Westen gibt es viele Bahnverbindungen. Die spanische RENFE verfügt über ein weit verzweigtes Eisenbahnnetz. An der Küste ab Bilbao und Santander verkehrt darüber hinaus eine Kleinbahn (RENFE-FEVE) durch landschaftlich reizvolle Naturräume. Die Interrail-Pässe für Jugendliche, Erwachsene und Senioren kommen für die Bahnreise in Betracht. Bei der Kombination von Bahn und Bus sind vielfache Reisevarianten möglich.

 

Die Zentralen für Mitfahrgelegenheiten bieten Gemeinschaftsfahrten an. Bei der Anreise mit dem Auto sind die zunehmenden Kontrollen der Überschreitung der jeweiligen Höchstgeschwindigkeit zu beachten. Das kann teuer werden! 

 

Flüge nach Nordspanien sind für manche Reisende ebenfalls noch eine Option. Zielflughäfen sind neben Oviedo auch Santander, Bilbao, Vitoria-Gasteiz, Valladolid und Santiago de Compostela. Doch der Ruf der Erde wird immer lauter und die (Wieder-)Entdeckung der Vorzüge einer bewussten Langsamkeit bei der Anreise nach Asturien hat auch mich, den Autor dieser Homepage, dazu bewogen, am Boden zu bleiben.

 

Die Anreise nach Asturien und das Klima

Reisen kann besonders klimaschädlich sein. Die klimaschädlichste Art der Fortbewegung ist das Fliegen. Die Treibhauswirkung des Fliegens ist wesentlich höher als die alleinige Wirkung des ausgestoßenen CO₂. (Umweltbundesamt

Die CO₂-Äquivalente, als Messgröße für den Vergleich von Mobilitätsalternativen oder als Orientierungswert für die Einschätzung der Folgen des eigenen Lebensstils, kann zu einer ressourcenschonenderen Lebensweise anregen:

Der "Ablasshandel" durch Ausgleichszahlungen ist zu Recht umstritten. Das ausgestoßene CO₂ verschwindet davon ja nicht. Ausgleichszahlungen verleiten zu der Annahme, dass man dank einer Kompensations-Zahlung guten Gewissens ins Flugzeug steigen könne. Das ist nicht der Fall.

 

Beispiel: Ein Hin- und Rückflug Berlin – Santiago de Compostela für zwei Personen verursacht etwa 2,2 Tonnen CO₂-Emissionen. Das ist deutlich mehr als die CO₂-Pro-Kopf-Jahresemission in vielen Ländern. (vgl. atmosfair CO₂-Rechner, 12.05.2019).

 

Hinzu kommt: Nur zu leicht kann mit Ausgleichszahlungen die Verantwortung allein ins Private geschoben werden, entpolitisiert werden. Solange keine wirksamen Maßnahmen erfolgen, damit fossile Brennstoffe im Boden bleiben; solange Milliardensubventionen für den Abbau fossiler Brennstoffe, den Ausbau des Flugverkehrs und die Förderung der Autoindustrie bereitgestellt werden; solange die Sicherung der Kohleverstromung für viele weitere Jahre als klimapolitischer Erfolg verkauft wird; solange die klimaschädliche Agroindustrie und Viehwirtschaft rund die Hälfte aller EU-Subventionen erhalten; solange die Wälder weiter vernichtet werden und solange ressourcenfressende Strukturen und Systeme weiter geschützt werden, kann die private Entscheidung für Mobilitätsalternativen vergleichsweise wenig beitragen.

 

Doch individuelle Entscheidungen können Kreise ziehen und Wellen der Veränderung stärken.

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