Musik aus Asturien

Asturien hat musikalisch viel zu bieten. Die Welterfolge des Dudelsack-Künstlers Hevia gehören ebenso dazu wie die Klassiker von Víctor Manuel, die aktuellen Hits von Melendi und vor allem: Die keltisch geprägte Musik aus Asturien.

 Musikvideo-Tipps:

Melendi - Asturias und Asturias patria querida
In Asturien wird kaum eine Möglichkeit ausgelassen, gemeinsam die Hymne anzustimmen: "Asturias patria querida". Auch ein moderner Song von Melendi mit dem Titel "Asturias" hat es bis in die Herzen der Menschen geschafft. Doch beide Liebeserklärungen an Asturien gemeinsam in einem Melendi-Lifekonzert auf die Bühne zu bringen, das ist schon etwas Besonderes.
Melendi - Asturias ... La mi mozuca (Fanversion)


Víctor Manuel - Asturias
Dieses Lied gehört zu den Klassikern in Asturien.


Hevia - Busindre Reel
Vor allem die Folkmusik ist in Asturien beliebt und inzwischen zum Exportschlager geworden. Hevia gründete 1986 die erste asturische Folkgruppe, die eine "Gaita" einsetzte. Früher war dieser asturische Dudelsack ein Solo-Instrument. Die typische asturische Tanzbegleitung war ein Gaita-Duo mit einem Trommler. Hevia entwickelte die asturische Gaita weiter. Ergebnis ist der elektronische Dudelsack, mit dem Hevia seine musikalischen Welterfolge feiert.


 Linktipps zu einigen Folkgruppen:

Gueta na Fonte
Llan de Cubel
Nuberu
Hevia

Die "Música Celta" gehört zu den populärsten Musikrichtungen in Asturien. Die Wurzeln reichen zurück bis in die Zeit der keltischen Völker, bei denen Musik und Tanz eine wichtige Rolle spielten. Die Musik war bei den Kelten eine heilige Kunst, die auch der Anrufung geistiger Welten diente.

Es ist schwierig nachzuempfinden, wie sich "keltische Musik" tatsächlich anhörte. Das, was heute als "Música Celta" einen wahren Boom erlebt, ist eine Neuinterpretation traditioneller Musik in Regionen, die von keltischen Traditionen inspiriert sind. Dazu gehören die Bretagne, Schottland, Irland, Cornwall, Wales, die Insel Man, sowie die spanischen Regionen Galicien und Asturien. Inter-Keltische Festivals mit Musikgruppen aus diesen Regionen haben seit den 1970er Jahren einen großen Erfolg. Es sind auserlesene Feste mit traditioneller und moderner Musik neukeltischen Ursprungs.

Bei den inter-keltischen Festivals stehen traditionelle Tänze und Konzerte traditioneller Musik mit den typischen Instrumenten jeder Region auf dem Programm. Die bretonische Cornemuse, die spanische Gaita, die keltische Harfe, oder die uillean-pipe irischen Ursprungs.

Die inter-keltischen Verbindungen zwischen atlantischen Regionen in Europa gründen auf politischen Gemeinsamkeiten. Wie die Bretagne, Schottland, Irland, Cornwall, Wales, die Insel Man, sind auch die spanischen Regionen Galicien und Asturien Randgebiete, die sich gegen die kulturelle Hegemonie einer starken Zentralmacht wenden mussten. Zur Zeit der Franco-Diktatur waren die Regionalkulturen unter Druck geraten, nicht zuletzt weil Asturien im spanischen Bürgerkrieg ein Zentrum der Republikaner war.

Nach Francos Tod im Jahre 1975 gab es in ganz Asturien nur noch rund 20 Gaita-Spieler. Dank des nun auch in Spanien einsetzenden Folk-Booms stieg die Zahl der Spieler schnell auf heute rund 3000 an. Auch José Angel Hevia begann 1977 mit Gaita-Unterricht. Ab 1985 gab Hevia selbst Unterricht und wirkte im „Rat der Dudelsackspieler“ mit, der sich im Umfeld der Universität von Oviedo gebildet hat. Es entstanden Gruppen, in denen jeweils mehr als 20 Gaitas zusammenspielten.

 


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