Der Weg als Ziel
Der Sternenweg in Asturien ist nie zu Ende. Es gibt noch viel zu entdecken auf dem Weg, der das Ziel ist. Wer dem Sternenweg weiter folgen möchte, der gelangt durch Galicien und Santiago de Compostela nach Fisterra (Finisterre). Fisterra bedeutet „Ende der Erde“. Schon für die vorchristlichen Naturvölker war das westliche Ende der damals bekannten Welt ein magischer Ort. Hier stiegen nach damaliger Vorstellung die Seelen der Toten in den Fixsternhimmel auf. Von den Römern wird berichtet, dass sie am Abend zum Cabo Fisterra kamen, um die Sonne sterben zu sehen. Die Römer berichteten auch von einem imposanten Altar aus Stein, der zu Ehren eines Sonnengottes als zentraler Kultplatz der einheimischen Bevölkerung genutzt wurde. Wer dem Sternenweg folgt, kann auch heute die Kraft des Weges in sich entdecken. Rudolf Steiner beschreibt den Sternenweg als einen Erkenntnisweg zu sich selbst und setzt ihn in Beziehung zur Anthroposophie: "Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte, so wie der Camino, der Weg, einmal die Menschen vom Inneren ihres persönlichen Daseins an den Großen Ozean herangeführt hat, an die Fixsternwelt, an das Geistige im Weltenall." |

