Avalon und Sidra-Kult

Für die Seefahrer war der Sueve schon von Alters her der Referenzpunkt für die Navigation. Schon viele Seemeilen vor der Küste, ist die charakteristische Form des Sueve zu erkennen. Wer von Cornwall im südwestlichen England aus in südlicher Richtung die iberische Halbinsel ansteuert, dem erscheint am Horizont eine pyramidenförmige Insel, die langsam am Horizont aufsteigt. Über den Nebeln von Asturien ragt der Sueve dann wie ein Juwel in den Himmel empor, noch bevor die Küstenlinie der iberischen Halbinsel zu sehen ist.

Avalon, die sagenumwobene Insel, mag ein innerer Ort sein, eine jenseitige Welt. Doch seit jeher machen sich Menschen auf die Suche nach dieser Insel. Viele suchen nach einer Insel in den Nebeln südlich von England oder meinen, Avalon in der Nähe des Ortes Glastonbury entdeckt zu haben.

Interessant ist die Wortbedeutung der unauffindbaren sagenumwobenen Insel, die als mystischer Ort aus der Artussage bekannt ist. Avalon ist verwandt mit der indogermanischen Wortwurzel "aballo" für Apfel.
Avalon, auf Walisisch auch bekannt als "Ynys yr Afallon" bedeutet Ort oder Insel der Äpfel.

Die Region rund um den Sueve ist seit jeher auch das Land der Apfelgärten. Hier befindet sich heute das Zentrum des Apfelanbaus und der Sidraproduktion in Asturien.

Sidra (Apfelwein) ist das Nationalgetränk Asturiens. Es wird alltäglich in den zahllosen Sidrerías und auch im Freien konsumiert. Damit die Sidra mit Luft gemischt wird und so den richtigen Geschmack bekommt, muss es auf eine bestimmte Weise serviert werden (escanciar), wobei die Entfernung zwischen Glas und Flasche etwa einen Meter beträgt. Normalerweise hält der Escanciador die Flasche über den Kopf und das Glas in Hüfthöhe. Jedes Glas (culín) muss in einem Zug getrunken werden, damit die Sidra nicht den Sauerstoff verliert.

 Linktipp:

Museo de la Sidra

 

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